Ästhetische Zahnmedizin
Keramik-Veneers: was Sie davon erwarten können
Eine dünne, auf die Vorderfläche des Zahnes geklebte Keramikschale kann Form, Farbe und kleine Unebenheiten des Lächelns verändern, ohne dass der Zahn wesentlich beschliffen werden muss.
Was ein Keramik-Veneer ist
Ein Veneer ist eine dünne Keramikschale, die wir auf die sichtbare Vorderfläche des Zahnes kleben. Es behebt vor allem ästhetische Mängel — eine ungleichmäßige Form, Lücken zwischen den Zähnen, eine abgenutzte Schneidekante oder eine Farbe, die sich durch Aufhellen nicht ändern lässt.
Anders als eine Krone betrifft es nur die Vorderfläche des Zahnes, nicht seinen gesamten Umfang, und erfordert daher in der Regel weniger Abtrag der eigenen Zahnsubstanz.
Was ein Veneer löst und was nicht
Ein Veneer ist in erster Linie eine ästhetische Lösung. Es ersetzt keinen fehlenden Zahn und ist nicht für Zähne mit deutlich geschädigter Struktur oder großen Füllungen gedacht — dort ist eine Krone geeigneter, die den Zahn ringsum umfasst.
Ein Veneer empfehlen wir am häufigsten bei:
- einer ungleichen Form oder Länge der Frontzähne
- Lücken zwischen den Zähnen
- Verfärbungen, die nach einer Zahnaufhellung nicht verschwinden
Wie die Anfertigung abläuft
Nach der Untersuchung und der Formplanung beschleifen wir den Zahn leicht, nehmen einen Abdruck und lassen das Veneer im Dentallabor individuell anfertigen. Bis es fertig ist, tragen Sie eine provisorische Versorgung. Das fertige Veneer kleben wir schließlich mit einem speziellen Zement direkt auf den Zahn.
Ein ästhetisches Keramik-Veneer kostet bei uns 385 €, also genauso viel wie eine metallfreie Keramikkrone. Der Unterschied zwischen beiden liegt nicht im Preis, sondern im Umfang des Eingriffs — die Krone versorgt einen Zahn, für den ein Veneer nicht mehr ausreicht.
Alternativen, wenn ein Veneer nicht ausreicht
Bei stärkerer Schädigung des Zahnes oder einer großen Füllung ziehen wir statt eines Veneers eine Zirkonkrone (320 €) oder eine metallfreie Keramikkrone (385 €) in Betracht, die den Zahn rundum stabilisieren und nicht nur an der Vorderfläche.
Die Entscheidung zwischen Veneer und Krone hängt daher nicht davon ab, was Sie bevorzugen, sondern davon, wie viel eigene gesunde Zahnsubstanz am Zahn noch vorhanden ist — beurteilen lässt sich das nur bei einer direkten Untersuchung, gegebenenfalls mithilfe einer Röntgenaufnahme.
Welche der Lösungen für einen bestimmten Zahn geeignet ist, zeigt erst eine persönliche Untersuchung des Gebisses.
Wie Veneers gepflegt werden
Ein Veneer wird wie ein natürlicher Zahn gereinigt — mit einer gewöhnlichen Bürste und Zahnseide oder Interdentalbürste. Der Unterschied liegt darin, was zu vermeiden ist: das Beißen auf harte Gegenstände, das Öffnen von Dingen mit den Zähnen oder anhaltendes Zähneknirschen kann die geklebte Keramik beschädigen, bevor einem natürlichen Zahn etwas passieren würde.
Keramik selbst verändert ihre Farbe nicht, doch der Zement am Rand des Veneers kann sich mit der Zeit leicht verfärben, vor allem beim Rauchen oder bei regelmäßigem Konsum von Kaffee oder Rotwein. Regelmäßige Dentalhygiene hält diesen Rand länger sauber.
Bei nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus) wird zusammen mit den Veneers meist auch eine Knirschschiene empfohlen — ohne sie ist der Rand des Veneers wiederholten Mikrobewegungen ausgesetzt, die seine Lebensdauer mit der Zeit verkürzen, unabhängig davon, wie hochwertig die verwendete Keramik war.
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